Gemeinderat Ammerndorf 2026: Sitzung 21. September

Feuerwehrhaus Ammerndorf, Fahrzeughalle
Jürgen Kotzbauer / SPD Ammerndorf

Aus der Tagesordnung:

Relaunch der Gemeinde-Webseite / Baugesuche / FFW: Umkleideräume / PVA Bauhof und Kläranlage / Kommunale Verkehrsüberwachung / Allgemeine Informationen

Beitritt zur WBG Fürth Land GmbH

Die Kernaufgabe dieser WBG ist die Schaffung von modernem und bezahlbarem Wohnraum sowie die Umsetzung kommunaler Immobilienprojekte. Zur WBG gehören aktuell die WBG Fürth, die Marktgemeinden Cadolzburg und Roßtal sowie die Gemeinde Obermichelbach.
Die Gesellschaft kann Immobilien in unterschiedlichen Rechts- und Nutzungsformen errichten, erwerben, veräußern, vermitteln, bewirtschaften und betreuen. Die WBG Fürth übernimmt für die WBG Fürth Land wesentliche operative Aufgaben und damit können die beteiligten Kommunen auf professionelle Strukturen zugreifen, ohne für sämtliche Aufgaben im Immobilienbereich eigene personelle Strukturen aufbauen und vorhalten zu müssen. Für unsere Gemeinde ergäben sich mit einer Beteiligung folgende Vorteile:

  • professionelles buchhalterisches, kaufmännisches und technisches Bestandsmanagement
  • professionelle Betreuung von Instandhaltungsmaßnahmen
  • Mietverwaltung mit der damit verbundenen Entlastung der Verwaltung
  • Wohnungsübergaben und Wohnungsabnahmen
  • Zahlungsmanagement
  • feste Ansprechpartner für Mieter und Gemeinde
  • Nutzung vorhandener Sachwerte für zukünftige Projekte

Aus Sicht der SPD-Fraktion würde eine Beteiligung an der WBG auch Vorteile für zukünftige kommunale Bauprojekte bringen. Hier wäre z.B. an eine neue Nutzung des Dullikener Platzes oder den notwendigen Umbau des Feuerwehrhauses zu denken.

Die Gemeinde müsste mit dem Beitritt eine Einzahlung von 10.000 € als Stammeinlage leisten und würde die Immobilie Vogtsreichenbacher Str.2 (Grundstück und Gebäude) zum festzustellenden Verkehrswert einbringen. Innerhalb der WBG bliebe aber der wirtschaftliche Wert der eingebrachten Immobilie dem Markt Ammerndorf zugeordnet. Sämtliche Erträge und Aufwendungen von Bau- und Immobilienprojekten werden in der WBG getrennt erfasst und den jeweiligen Gesellschaftern individuell zugeordnet.

Beschluss: Aufgrund der Erläuterungen während der Präsentation wollte eine Mehrheit die gewonnenen Eindrücke "noch mal sacken lassen". Zusätzlich soll die Satzung rechtlich geprüft bzw. die rechtliche Bewertung der Gemeinde Obermichelbach -die vor kurzem der WBG beigetreten ist und die Satzung hat prüfen lassen- eingeholt werden. Ein Beschluss zum Beitritt soll im Oktober gefasst werden.

Webseite der Gemeinde

Ein Relaunch der Gemeinde-Webseite ist notwendig und wünschenswert. Die Firma Cosmema, von der bereits die Heimat-Info-App stammt, hat der Gemeinde ein Angebot gemacht. In der Septembersitzung sollte darüber diskutiert werden. Für die Präsentation im Rat musste Cosmema leider ganz kurzfristig personell umdisponieren und die Kommunikation des Laptops mit den Unterlagen und dem Monitor im Sitzungsraum funktionierte nicht. Deshalb wurde dieser Tagesordnungspunkt vertagt.

Bekanntgabe von Beschlüssen der nichtöffentlichen Sitzung 17.08.2026

Winterdienst 2026/27: Der Maschinenring hat die Einsatzpauschalen für Räumen und Streuen von bisher 89,50 € je Stunde auf 109 € sowie nur Streuen von 79,50 € auf 99 € erhöht. Der Gemeinderat stimmte ohne Gegenstimme dem Angebot zu.
Umbau Rathaus: Hier mussten die Architekturleistungen für die Leistungsphasen 5-8, die Fachplanungen für Elektro-Lichtraum, Heizung, Lüftung, Sanitär beauftragt werden. Der Rat legte fest, dass die Verwaltung den entsprechenden Architektenvertrag abschließt. Ebenso die jeweiligen Verträge für die Fachplanung.
Kanalsanierung Pelzetleite: Die Verwaltung erhielt im Nachgang ein Honorarangebot des Ingenieurbüros Team Schwarzott. Der Rat stimmte dem Angebot ohne Gegenstimme zu.

Baugesuch

Auf der Flurnummer 58 ist der Neubau eines EFH mit Garage geplant. Das Vorhaben wird nach §33 BauGB beurteilt, da sich der Bebauungsplan noch in der Änderungsphase befindet und noch nicht rechtskräftig ist. Das Bauvorhaben entspricht den Festsetzungen des zukünftigen Bebauungsplans Nr. 7 "Altort".
Beschluss: Der Gemeinderat stimmte dem Baugesuch zu.

Umkleideräume für die Freiwillige Feuerwehr

Die Feuerwehr benötigt zusätzliche und bessere Umkleidemöglichkeiten für die weiblichen Feuerwehrdienstleistenden. Gleichzeitig sind auf der Grundlage des Feuerwehrbedarfsplans zukünftige Erweiterungen und Verbesserungen im Haus notwendig. Kurzfristig muss für die Umkleiden eine provisorische Lösung umgesetzt werden. Die Feuerwehr hat drei Lösungsvarianten erarbeitet und mit dem Gemeinderat diskutiert. Unter anderem die Anschaffung eines Containers, der östlich neben der Fahrzeughalle positioniert werden soll. Die Feuerwehr will durch entsprechende Eigenleistungen die Kosten so weit wie möglich reduzieren. Die Anschaffungskosten für den Container belaufen sich auf ca. 6.500 €.
Beschluss: Der Rat folgte am Ende der Empfehlung der Feuerwehr und entschied sich bei einer Gegenstimme für die Containerlösung.

Öffentliche Trinkbrunnen (Ergänzung zum Antrag der CSU-Fraktion)

Bei diesem Punkt ging es nochmals um einen möglichen Trinkbrunnen am Marktplatz. Aufgrund einer Erkrankung des Wasserwarts liegt noch keine fachliche Einschätzung vor. Außerdem steht noch der Umbau des Platzes im Raum. Die Verwaltung schlug deshalb vor, zum jetzigen Zeitpunkt noch keinen Trinkbrunnen zu errichten.
Beschluss: Der Rat folgte der Verwaltung. Zunächst soll der Brunnen am Dreschmaschinenhaus beprobt werden. Die Gemeinde trägt dafür die Kosten.

Photovoltaikanlagen Bauhof und Kläranlage

Nach dem Beitritt zur EnergieAllianz Landkreis Fürth galt es die PV-Anlagen des Bauhofes und der Kläranlage in die Allianz einzubringen. Die Anlagen sollen mit einer Überschusseinspeisung den Bauhof und die Kläranlage mit Strom versorgen. Den Umbau und die Kosten dafür übernimmt die EnergieAllianz.
Beschluss: Der Übertragung der PV-Anlagen auf die EnergieAllianz wurde zugestimmt.

Kommunale Verkehrsüberwachung

Da die Kosten der Verkehrsüberwachung bis jetzt die Einnahmen deutlich überschreiten, waren sich Verwaltung und Rat einig, den Umfang der Überwachung an den Bedarf anzupassen und damit die Kosten zu reduzieren. Die Gemeinde will die Überwachungsstunden für den fließenden Verkehr künftig auf drei Stunden reduzieren. Dies ist in mehreren Stufen möglich. Ab dem 1. Januar 2027 werden nur noch drei Stunden pro Monat gebucht. Die Wirkung dieser Maßnahme wird in der Folge geprüft werden.
Der Gemeinderat nahm den Sachverhalt zur Kenntnis:

Ausbildung in Verwaltung, Bauhof und KiTa (Antrag CSU-Fraktion)

Die CSU-Fraktion regte mit dem Antrag an, künftig verstärkt auf die eigene Ausbildung von Fachkräften zu setzen. Besonders beim Bauhof wird ein Handlungsbedarf gesehen.
Die SPD-Fraktion ist mit der Fraktion der CSU einig, dass Ausbildungen seitens der Gemeinde der Zukunftsfähigkeit und Attraktivität der Marktgemeinde als Arbeitgeber positiv dienen. Deshalb würde die SPD zukünftige Ausbildungen begrüßen. Entgegen der Stellungnahme der Bauhofleitung sind wir -ebenso wie die CSU- durchaus der Meinung, dass auch in unserem Bauhof eine Berufsausbildung möglich ist und möglich sein sollte. Allerdings erscheint uns aufgrund der bevorstehenden Renteneintritte von Bauhofmitarbeitern eine jetzige Schaffung von Ausbildungsplätzen als nicht hilfreich. Auch möglichen Azubis gegenüber nicht. In den Bereichen Abwasserbeseitigung und Wasserversorgung halten wir es für ratsam nach qualifiziertem Fachpersonal zu suchen, um dann in den folgenden Jahren nochmals über die Schaffung von Ausbildungsplätzen beraten zu können.

Bei der Ausbildung in der Verwaltung schlägt diese vor, den Rathausumbau abzuwarten, um ein geeignetes Ausbildungs- und Arbeitsplatzangebot zur Verfügung zu haben. Ab dem Ausbildungsjahr 2028 kann aus Sicht der Verwaltung eine Ausbildungsstelle zur/zum Verwaltungsfachangestellte/n möglich werden.

Für die KiTa schlägt die Verwaltung vor, derzeit keine zusätzliche Ausbildungsstelle zu schaffen, sondern den jeweiligen Personalbedarf und die Kapazitäten zur fachlichen Anleitung zu berücksichtigen. Zusätzlich entspannt sich gerade die Personalsituation auf dem Arbeitsmarkt. Fachpersonal steht vermehrt zur Verfügung.

Allgemeine Informationen

Sommerkeller: Die Planungen gehen weiter. Die Vermessungsarbeiten, vor allem der Kellerräume, haben begonnen.
Feuerwehrhaus: Es gab einen gemeinsamen Termin mit Verwaltung, Architekt und Feuerwehr. Es entstand eine erste Vorstellung davon, was möglich wäre. Im weiteren geht es um eine konkrete Umsetzung und eine Aufstellung der Kosten.
Kita-Sanierung: Nach derzeitigem Stand wird davon ausgegangen, dass für die notwendigen Maßnahmen kein Architekt benötigt wird. Für eine technische Umsetzung wird derzeit bei Fachfirmen und Handwerksbetrieben angefragt. Parallel dazu wird eine Grundlage für eine Entscheidung pro Generalsanierung oder pro (rein) energetischer Sanierung erarbeitet.
Tischtennisplatte am Bürgerhaus: Diese wurde durch eine Spende einer Steuerkanzlei möglich.
Saubere Landschaft: Auf Anregung von Ammerdorfer Kindern und Jugendlichen findet im Ort eine weitere "Aktion Saubere Landschaft" statt. Die Sammelaktion startet am Sonntag, 27.09. um 10 Uhr. Treffpunkt ist wie gewohnt das Feuerwehrhaus. Die Aktion ist Teil des Jugendbeteiligungsprojekts #marktsache Ammerndorf.
Parkplatz Vogtsreichenbacher Str.2: Die Pflasterarbeiten sind abgeschlossen. Es müssen nur noch ein paar Kleinigkeiten abgearbeitet werden.
#marktsache Ammerndorf: Das Projekt startete am 15. September. Den Abschluss bildet eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Gemeinderat am 23. Oktober im Bürgerhaus.

SPD-Fraktion im Gemeinderat Ammerndorf 2026